Notizen vom Ende der unipolaren Welt (2) – Mathias Broeckers

[…] hat auch ein Schlachtfeld Europa für das Imperium einen Mehrfachnutzen: zum einen kann ein langer, blutiger Krieg in der russischen Nachbarschaft dem Planziel “Regimechange Moskau” äußerst dienlich sein; und zum anderen zieht er einen neuen Eisernen Vorhang zu, schneidet die europäischen Kolonien von Handel und Wandel mit Russland und China ab und zwingt sie zu neuen Tributen. In Form von Rüstungsabgaben – 100 Milliarden musste Kriegskanzler Olaf aus der Hüfte schon locker machen – oder dem ökonomischen und ökologischen Irrsinn von Frackinggas, das der olivgrüne Wirtschaftsminister Habeck jetzt importieren muss, um der westlichen “Werte” willen. Die fordern mittlerweile schon an jeder Tankstelle große Opfer, obwohl Russland sein mächtigstes As – die Engeriewaffe – noch nicht einmal gezückt hat und “Nordstream 1” zur Zeit mehr Gas liefert als vor Kriegsbeginn. Das Gesetz, das den Rohstoffexport an “feindliche Staaten” verbietet, hat Putin der Schreckliche allerdings Anfang letzter Woche unterzeichnet, die Ausführungsbestimmungen sind noch nicht bekannt. Wenn Europa keine neutrale Ukraine akzeptiert und weiter Krieg führt, muss es fortan täglich gewahr sein, dass ihm über Nacht 50% seiner Energie fehlen. Und weder Heizung runterdrehen noch solidarisch kaltduschen wird an der resultierenden Katastrophe etwas ändern, auf die Sanktions-Hysteriker und Embargo-Fetischisten des Westens hemmungslos zusteuern. Wer aber in den Krieg zieht, sollte wissen, wie er wieder rauskommt, was auch für Wirtschaftskriege gilt. “Wer glaubt, dass man Sanktionen erlassen kann, die Russland maximalen Schmerz bereiten und gleichzeitig die Risiken finanzieller Stabilität im Westen minimieren, glaubt auch an das Einhorn” – so Zoltan Poszar, einer der renommierten Finanzmarktanalysten der Credit Suisse. […]

Notizen vom Ende der unipolaren Welt (2) – Mathias Broeckers

Die Texte und Informationen, die ich hier teile, sollen u.a. zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors und geben nicht unbedingt meine Meinung wieder.

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