Nur in tiefen Wassern können große Wellen (ge-)schlagen (werden).

Ich frage mich tatsächlich manchmal, wieso ich stets den schweren Weg wähle. Warum ich die kompliziertesten Erklärungen wähle. Warum die anspruchsvollsten Worte. Warum die eckigsten Gedankengänge. Und warum das anstrengendste Leben.

Warum?

Wer bin ich?

Was in der Welt spricht dagegen ganz leicht zu sein?
Im Sinne von “einfach gestrickt“.

Warum wähle ich den Weg zu denken, statt den zu handeln?

Warum liebe ich, statt zu hassen?

Warum suche ich nach der großen Liebe, statt jeden Typen zu nehmen, in den ich mich verknalle?

Warum trinke ich nicht, rauche ich nicht und versuche mich gesittet zu verhalten, statt all meine Emotionen und Versuchungen nachzugeben?

Warum bin ich der Typ Mädchen, zu dem man sagt: “Keuschheit, Reinheit, Pflichtgefühl und Zurückhaltung passen du dir“, statt die Art von Mädchen, denen nichts zugeordnet oder zugeschrieben werden kann?

Kurz:
Warum genieße ich mein Leben nicht in vollen Zügen, so wie sie kommen?

Warum lebe ich nicht meine Lust aus?

Warum lasse ich meinen Launen keinen freien Lauf?

Weißt du, wie groß manchmal das Bedürfnis ist, sich zu rächen? Es dir heimzuzahlen?
Oder dir um den Hals zu fallen? Dir alle Liebeserklärungen der Welt ins Ohr zu flüstern?

Es ist enorm. Die Wut. Die Enttäuschung. Die Traurigkeit. Die Entrüstung. Das Unverständnis. Der Schmerz.

Aber am schlimmsten: die Erkenntnis.
Das Bildnis, das sich langsam aufdrängt.
Dieses Bildnis, das die Liebe zerstört.

Ich glaube es lebt sich leicht als roher und einfacher Mensch.

Und vielleicht hätte ich oder würde ich irgendwann der Versuchung einer von ihnen zu sein nachgeben, wenn ich nicht diesen Hang, geradezu dieses Bestreben, hätte, genau das Gegenteil zu sein.

Diese Leidenschaft, die mir niemand nimmt und die nicht zu zerstören ist, denn ihr eigener Funke lodert überall auf, ganz egal wohin ich gehe und wie ich mich entscheide, er begleitet mich, weil er in mir ist.


Pensamientos/Inmadurez, tumblr, 27.06.2013


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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