Grün ist Leben – Die Kolumnisten. Persönlich. Parteiisch. Provokant.

Von ein paar Idioten abgesehen, weiß heute jeder Mensch, wie wichtig es ist, etwas gegen die überbordenden C02- Emissionen zu tun. Das muss auf der einen Seite durch eine Abkehr von der Verbrennung fossiler Brennstoffe geschehen; auf der anderen Seite kann man aber auch dafür sorgen, dass das in der Luft befindliche CO2 aus dieser herauszunehmen.

Das geht zum Beispiel mit Filteranlagen, die gleichzeitig Brennstoff produzieren, es geht aber auch viel einfacher, mit Bäumen.

Ein gewaltiges Projekt

Die ETH Zürich hat errechnet, dass man mit einer ganz massiven Aufforstung das Potenzial habe, zwei Drittel der bislang von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen wieder aufzunehmen. Okay, da geht es nicht um ein paar Bäumchen in Ihrem Garten, sondern um ein gewaltiges Projekt.

Die Neubepflanzung müsste 900 Millionen Hektar zusätzlichen Wald umfassen, also eine Fläche die etwa 25 mal so groß ist wie Deutschland. Das ist also kein Programm, das ein Land alleine stemmen könnte, aber es ist auch kein Programm, das nicht zu schaffen wäre, wenn man denn will.

Die Forscher stellten fest, dass besonders viele und geeignete Flächen sich dafür in Russland, den USA, Kanada, Australien, Brasilien und China befinden. Ganz vorne liegt Russland mit 151, die USA mit 103, Kanada mit 78,4 , Australien mit 58 , Brasilien mit 49,7 und China mit 40,2 Millionen Hektar. Diese neuen Wälder könnten, wenn sie herangewachsen sind, 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern. Das ist eine ganz schöne Menge. Etwa zwei Drittel der Menge, die seit der industriellen Revolution durch uns Menschen in die Luft gejagt wurden.

Und nun sollte es nicht jahrelange Diskussionen und ewiges Rumgelaber geben, sondern eine ziemlich zügige Umsetzung dieser Idee, denn ETH-Professor Tom Crowther, Mitautor der Studie und Gründer des Crowther Lab, sagt dazu:

“ Wir alle wussten, dass die Aufforstung der Wälder einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten könnte, aber bislang war unklar, wie groß der Effekt wäre. Unsere Studie zeigt deutlich, dass Flächen zu bewalden derzeit die beste verfügbare Lösung gegen den Klimawandel ist. Allerdings müssen wir schnell handeln, denn es wird Jahrzehnte dauern, bis die Wälder reifen und ihr Potenzial als natürliche CO2-Speicher ausschöpfen. „

Gleichzeitig muss es ebenso schnell realisiert werden, dass das irrsinnige Abholzen der großen Wälder, insbesondere der Regenwälder, gestoppt wird. Bäume, die bereits ausgewachsen sind und riesige Mengen CO2 aufnehmen können zu erhalten, ist mindestens genauso wichtig wie das Anpflanzen neuer Wälder.

Quelle: Grün ist Leben – Die Kolumnisten. Persönlich. Parteiisch. Provokant.


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»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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