Kein Mensch braucht Fleisch.  |  Kommentar Kastration von Ferkeln: Esst kein Schwein! – taz.de

Die Debatte über das Verbot der Kastration ohne Betäubung zeigt erneut: Keine andere Tierart wird so barbarisch gehalten wie Schweine.

Die beste Lösung ist deshalb: kein Schweinefleisch essen. Selbst die hochoffiziöse Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält vegetarische Speisepläne mit Milchprodukten „als Dauerernährung für geeignet“. Sprich: Kein Mensch braucht Fleisch.

Quelle: Kommentar Kastration von Ferkeln: Esst kein Schwein! – taz.de


Impressum/Datenschutz/Datensicherheit

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter Reblog abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Kein Mensch braucht Fleisch.  |  Kommentar Kastration von Ferkeln: Esst kein Schwein! – taz.de

  1. rotewelt schreibt:

    Nun bin ich keine Veganerin, wie du vielleicht schon gemerkt hast (oder auch nicht, dann…, pardon, falls ich dich enttäusche), und nicht mal Vegetarierin, aber Schweinefleisch kaufe ich in Deutschland schon lange nicht mehr. Da kommen zwei Dinge zusammen: die grausame Massentierhaltung und ebensolche Schlachtungsmethoden, aber auch der absolute Nicht-Geschmack dieser wässrig-blassrosa Fleischstücke von viel zu schnell hochgezüchteten armen Tieren. Andere Länder sind noch nicht so auf der Schiene „Viel Fleisch, Hauptsache billig“, sondern legen noch Wert auf Qualität, für die man dann auch bezahlen muss, was ich okay finde, denn niemand muss jeden Tag Fleisch essen (ich glaube fast, dieser Anspruch in Deutschland lässt sich immer noch auf die Wirtschaftswunderzeiten zurückführen). Auf Geflügel verzichte ich übrigens hierzulande auch weitgehend, nicht nur, weil ich früher zwischen Osnabrück und Oldenburg an den (darf man ja nicht mehr sagen, aber so nannten wir die damals…) Hühner-KZs vorbeigefahren bin und den schlimm stinkenden Feldern, sondern auch, weil ich auf die salmonellenverseuchten gescchmacklosen Gummiadler sehr gut verzichten kann. Heute muss man ja selbst bei Eiern aufpassen. Fleischliche Genüsse gönne ich mir hauptsächlich in Frankreich, Italien oder Spanien, die zwar auch schon billige Massenware anbieten, wo man aber immer noch hervorragende Qualität bekommt, selbst in Supermärkten – von Tieren, die nicht ein Leben voller Qualen erlitten haben, was man dem Fleisch auch ansieht und was man vor allem schmeckt.

    Gefällt 1 Person

    • Danke. | Ich empfehle jede* Fleischesser* einmal Fleisch von Tieren zu essen, die nach Neuland/Bioland-Regeln gehalten wurden. Und dann: ja Fleisch kann hervorragend schmecken und ein Genuss auf der Zunge und im Gaumen sein. Produkte vom Tier sollten nicht konsumiert, sondern genossen werden. Das hat seinen Preis und der höhere Preis lässt sich durch den Verzicht aufs tägliche Fleisch/Wurst kompensieren. Sinngemäß gilt dies auch für die anderen tierischen Produkte. | Unsere Marktwirtschaft hat unsere Nutztiere zu Ausbeutungstieren verkommen lassen. Der Verbraucher ist Marktteilnehmer und kann durch seine Kaufentscheidung dafür sorgen, dass diese grausame Fehlentwicklung korrigiert wird. | Die Generationen, die in der Zeit zwischen 1900 und 1950 geboren wurden haben Hunger erlebt. Ein traumatisches Erlebnis. Dieses Trauma wurde an die nachfolgenden Generationen vererbt. Hunger erzeugt Gier. Diese Gier wurde mit den Wirtschaftswunderzeiten und wird bis heute befriedigt und befeuert. Die Generation der heute Zwanzigjährigen löst sich allmählich von diesem Trauma; unter ihnen ist der Anteil an Fleischverweigerern und Pflanzenessern am größten. | Nein, du enttäuschst mich nicht. Ich sehe das nicht ideologisch. Ich selbst habe Jahrzehnte gebraucht bis ich mein Konsumverhalten geändert habe; da werde ich von Anderen nicht ungeduldig fordern, es mir gleichzutun. Veränderung braucht, damit sie nachhaltig ist, Zeit. Und es wäre für die Tiere sehr viel gewonnen, machten sich Andere auch deine Gedanken und verhielten sich ebenso. Liebe Grüße, Bernd

      Gefällt 1 Person

      • rotewelt schreibt:

        Genau, auf den Genuss kommt es an, nicht auf die Menge. Ich glaube auch, in Deutschland hat die Kriegs- bzw. direkte Nachkriegsgeneration derart nach Essen gehechelt und gerade Fleisch und andere tierische Produkte waren wegen des Mangels dann derart gefragt, dass es in Unmäßigkeit ausgeartet ist – oder Gier, wie du sagst. Erst die Jüngeren sind nicht mehr so, das stimmt und ist spürbar. Aber ob man die große Masse jener, denen es nur auf die Menge und auf „billig“ ankommt, zum Nachdenken bringen kann, wage ich zu bezweifeln.

        Ich finde es sehr angenehm, dass man sich mit dir normal und ideologiefrei austauschen kann. Vielleicht glaubst du es nicht, aber du bist bislang der einzige Veganer von allen, mit denen ich mich im Internet unterhalten habe, mit dem das möglich ist. Mir sind furchtbar missionierende dogmatische Menschen aufgefallen, meist Männer übrigens, die auf nichts und niemanden eingingen, sondern immer nur penetrant ihre Meinung predigten und dabei leider auch aggressiv wurden.
        Dass ich selbst nicht auf Fleisch, Butter, Käse etc. verzichten möchte, liegt sicher auch daran, dass ich ein Landkind bin. Wir haben direkt gegenüber von einem Bauernhof gewohnt, ich habe dort täglich Milch mit der Kanne geholt. Für mich war es normal, Fleisch zu essen, aber es war auch von guter Qualität. Wurde ein Schwein geschlachtet (einmal habe ich mir das sogar angesehen, das heißt erst nachdem es schon tot war, und habe den Geruch des warmen Bluts und der Gedärme noch in der Nase, nicht schön – aber wer’s isst, darf auch die Hintergründe kennen, seltsamerweise habe ich es ausgehalten), bekamen wir immer gleich etwas ab, was meine Mutter frisch zubereitete. Ich habe oft den Bauern auf dem Feld geholfen und anschließend durfte ich in der Wohnküche mit zu Abend essen. Nichts war köstlicher als die Milchsuppe vorweg, der gute Schinken zu Bratkartoffeln und der grüne Salat mit Sahnesoße. Andererseits habe ich viel Zeit bei den Tieren verbracht, ihnen zugeschaut und sie gestreichelt. Es ging ihnen damals noch gut, Kühe und Schweine hatten ihre Weiden und die Hühner hatten auch viel Freiheit, lieben überall umher – alles kein Vergleich zur Massentierhaltung von heute. Meine Eltern hatten selbst Hühner und zwei Kaninchen, letztere konnte ich allerdings nicht essen, ich hatte täglich für sie Grünfutter gesammelt und hing zu sehr an ihnen.

        Ich glaube, die Massentierhaltung ist in Deutschland und Holland besonders schlimm. Wenn ich durch Frankreich fahre, sehe ich immer noch viele Weiderinder, bis es im Winter zu kalt wird. Und in Spanien laufen viele Schweine frei herum und ernähren sich von Eicheln. Sie haben auch ein längeres Leben als die Tiere hier, die viel zu schnell zu viel zu großen und schweren „Fleischlieferanten“ hochgezüchtet werden, unter Zugabe von Medikamenten. Immerhin ist jetzt das Schreddern von männlichen Hühnerküken verboten, soviel ich weiß, aber das ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Liebe Grüße, Ute

        Gefällt 1 Person

        • Früher, in Zeiten harter körperlicher Arbeit bei einer 60-Stunden-Woche, war Fleischverzehr unerlässlich, um die nötigen Kalorien zu sich nehmen zu können. Heute kann der Kalorienbedarf eines normalen Menschen allein durch eine pflanzliche Ernährung gedeckt werden.
          Eine stetig wachsende Weltbevölkerung kann nicht durch tierische Nahrung ernährt werden, weil es nicht genügend Anbauflächen für Tierfutter gibt bzw. es gäbe dann keine Anbauflächen mehr für pflanzliche Nahrung für uns Menschen.
          Für einen kurzfristigen/mittelfristigen Abschied von Tier-Ausbeutungs-Produkten bedarf es eines politischen Gestaltungswillens. Ansonsten wird es zu einer spürbaren Umkehr erst dann kommen, wenn die Generation der in den 1990er Jahren Geborenen die älteste Generation ist.
          Das tut mal gut, zu lesen, dass ein normales/ideologiefreies Gespräch möglich ist. Den Eindruck habe ich, dass viele Veganer den Veganismus als (Ersatz-)Religion betrachten, sich fanatisch benehmen und ich musste mir auch vereinzelt vorhalten lassen, zu moderat zu sein. Wenn ich mir eine Doku wie „Dominion“ anschaue, dann kann ich die Eiferer verstehen. Es gehört schon eine gehörige Portion Abstraktionsvermögen, danach ein Stück Fleisch zu sehen und nicht an das Elend zu denken und nicht wie wild um sich zu schlagen. Ich erde mich dann wieder, indem ich daran denke, dass mir das Leid der Tiere auch viele Jahrzehnte unbewusst war und es großer Geduld bedarf, bis anderen Menschen das Tierleid ebenfalls bewusst wird.
          Die Ernährungsumstellung bedeutet auch einen Verlust von schönen Erinnerungen und positiven Gefühlen: oft sind Gerüche und Geschmäcke von Fleisch und seiner Zubereitung mit positiven Erinnerungen an unsere Kindheit verbunden. Erst wenn man sich dieses Zusammenhangs bewusst ist, kann man auch lernen, loszulassen. Und deine Landkindheit spricht für diese These.
          Eine schöne Kindheit, wie ich finde!
          So etwas habe ich leider nur in Urlauben in Österreich erleben dürfen.
          Uns ist nicht bewusst, dass das größte Tier-Elend (mengenmäßig) in China verursacht wird.
          Wir verändern die Welt nicht gegeneinander, sondern nur miteinander!
          Liebe Grüße & einen entspannten Tag, Bernd

          Liken

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: