Bibel-Fest

» […] Einen Satz wie „alles, was sich regt und lebt, diene euch zur Nahrung;“ als Entschuldigung zu missbrauchen, andere Lebewesen für unseren Genuss zu quälen, ist so ziemlich das unchristlichste, was ich mir vorstellen kann. Und ein bisschen widersinnig ist es auch, beim Gottesdienst für hungernde Kinder zu sammeln, um danach zuhause Tiere zu essen, für deren Zucht wir den hungernden Kindern Land und Getreide wegnehmen. […] «

Janine Streif

In der Bibel steht ja viel, wenn der Tag lang ist und wie in allen alten Schriften kann sich jeder, der das möchte, genau die Stellen heraussuchen, die die persönliche Suche unterstützen – oder die eigenen Ansichten unterstreichen. Ich auch. Die Bibel ist von Menschen verfasst worden, die hier neben historischen Überlieferungen möglicherweise stattgefundene höhere (göttliche) Eingebungen widergeben, die ihnen wiederum meist von anderen Menschen erzählt wurden. Sodann wurden diese Schriften noch etliche Male übersetzt, gekürzt, gefiltert: es fielen diese oder jene Teile unter den Tisch, je nachdem, wer sie gerade zu welchem Zweck verstehen wollte. Auch enthält die Bibel (und ihre zahlreichen Ausfertigungen und Übersetzungen) bereits Interpretationen, die möglicherweise ursprünglich ganz anders gemeint, erzählt und aufgeschrieben wurden.

Aus einigen (auch noch meist aus dem Zusammenhang gerissenen) Bibelstellen also abzuleiten, dass der liebe Gott es gewollt hat, dass wir Tiere ihres natürlichen Lebensraumes berauben, sie einsperren und sie uns so…

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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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